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Siebdruck

Materialien für den Siebdruck

Materialprüfung

Was soll bedruckt werden?

Die Materialbezeichnung allein reicht häufig nicht. Lackierungen, Beschichtungen und die spätere Beanspruchung beeinflussen die Auswahl des Farbsystems.

Papier & Karton

Vorab klären

Nennen Sie Sorte, Grammatur und vorhandene Beschichtungen. Bei einer Weiterverarbeitung sind Falzstellen und Klebeflächen mitzuplanen.

Kunststoff & Acrylglas

Vorab klären

Geben Sie die genaue Kunststoffart an, sofern bekannt. Manche Kunststoffe brauchen eine Vorbehandlung; eine glatte Oberfläche allein sagt nichts über die Farbhaftung aus.

Metall & Holz

Vorab klären

Entscheidend sind auch Lack, Versiegelung und Oberflächenstruktur. Für bereits beschichtete Teile hilft ein Originalmuster bei der Prüfung.

Textilien & Folien

Vorab klären

Bei Textilien zählen Faserzusammensetzung und Waschbeanspruchung. Für Folien kommen Klebstoff, Verklebungsuntergrund und Einsatzdauer hinzu.

Vom Materialnamen zur prüfbaren Druckaufgabe

Für die Eignung eines Materials ist nicht nur sein Grundstoff entscheidend. Eine Beschichtung, ein Trennmittel, eine Lackierung oder die spätere Nutzung kann den Druckaufbau beeinflussen. Geben Sie deshalb möglichst genaue Produktangaben an und beschreiben Sie, was mit dem bedruckten Teil anschließend geschieht.

Material und Oberfläche auseinanderhalten

„Metall“ kann eine unbehandelte Platte, ein lackiertes Teil oder eine beschichtete Oberfläche bedeuten. Entsprechend reicht „Kunststoff“ nicht aus, wenn die genaue Art oder eine zusätzliche Oberflächenbehandlung unbekannt ist. Senden Sie vorhandene Datenblätter oder Artikelangaben. Wenn Sie den Aufbau nicht kennen, teilen Sie das offen mit und klären Sie, ob ein Muster für die Beurteilung benötigt wird.

Die spätere Beanspruchung beschreiben

Wird das Teil innen oder außen eingesetzt, regelmäßig gereinigt, häufig berührt oder mechanisch beansprucht? Nennen Sie relevante Reinigungsmittel und besondere Temperatur- oder Feuchtigkeitsbedingungen, soweit bekannt. Diese Angaben helfen dabei, Anforderungen zu bestimmen. Eine allgemeine Eigenschaft wie „wetterfest“ lässt sich nicht allein aus dem Wort Siebdruck oder dem Aussehen eines fertigen Beispiels ableiten.

Weiterverarbeitung mit einplanen

Soll das Material nach dem Druck geschnitten, gefaltet, verklebt oder montiert werden? Markieren Sie die betreffenden Bereiche. Bei einem Schild können beispielsweise Bohrungen, bei einem Karton Falzstellen und bei einer Folie die spätere Verklebung relevant sein. Ein Motiv sollte nicht erst nach der Freigabe an solche Arbeitsschritte angepasst werden müssen.

Vorhandene Teile vor einer großen Beschaffung prüfen

Wenn Sie Werkstücke selbst beistellen, stimmen Sie die Veredelbarkeit möglichst vor dem Einkauf größerer Mengen ab. Geben Sie an, ob die Teile neu, gebraucht oder bereits bearbeitet sind. Ein geprüftes Muster sollte die spätere Lieferung repräsentieren; ein anderer Lieferant oder eine geänderte Beschichtung kann eine erneute Beurteilung erforderlich machen. Bewahren Sie deshalb die genaue Artikelzuordnung auf.

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