Druckveredelung: Lack, Struktur und Effekte
Veredelung mit einer klaren Aufgabe.
- Lack & StrukturEin partieller Lack kann etwa ein Logo vom übrigen Motiv abheben. Die Effektfläche sollte bereits in den Druckdaten eindeutig getrennt angelegt sein.
- NachtleuchtfarbeNachleuchtende Motive sind ein Gestaltungseffekt. Für vorgeschriebene Sicherheitskennzeichnungen sind gesonderte Anforderungen und Nachweise zu klären.
- 3D-AufkleberEine transparente, gewölbte Deckschicht verändert Optik und Haptik. Kontur, Größe und vorgesehener Untergrund gehören deshalb zur Anfrage.
Einen Effekt mit einer konkreten Aufgabe auswählen
Eine Druckveredelung ist dann sinnvoll, wenn sie einen bestimmten Teil des Motivs hervorheben oder eine gewünschte Oberflächenwirkung erzeugen soll. Beginnen Sie deshalb mit dem Ziel: Soll ein Logo fühlbar werden, eine Fläche anders reflektieren oder ein Aufkleber räumlicher wirken?
Effektflächen eindeutig kennzeichnen
Markieren Sie in einer separaten Ansicht, welche Bereiche veredelt werden sollen und welche unverändert bleiben. Bei einem partiellen Lack ist eine klare Zuordnung wichtiger als eine allgemeine Beschreibung wie „etwas glänzender“. Nennen Sie Endformat, Untergrund und die gewünschte Lage zum übrigen Motiv. Die technische Aufbereitung wird passend zur vereinbarten Ausführung abgestimmt.
Ein Muster gezielt beurteilen
Wenn eine Musterabstimmung vorgesehen wird, prüfen Sie sie unter Bedingungen, die der späteren Verwendung nahekommen. Licht, Betrachtungswinkel und Oberfläche beeinflussen die Wahrnehmung. Eine fotografierte Veredelung kann den tatsächlichen Glanz oder die Haptik nur begrenzt zeigen. Klären Sie, welche Eigenschaften beurteilt werden sollen, damit ein Muster nicht als pauschale Zusage für jede andere Materialkombination verstanden wird.
Dekoration und Funktion unterscheiden
Eine nachleuchtende Farbe kann ein gestalterischer Effekt sein. Daraus folgt nicht automatisch, dass eine fertige Beschriftung als vorgeschriebene Sicherheitskennzeichnung geeignet ist. Wenn eine bestimmte Funktion oder ein Nachweis benötigt wird, nennen Sie diese Anforderung ausdrücklich. Dasselbe gilt für besondere Beständigkeit: Beschreiben Sie die Nutzung, statt den gewünschten Effekt mit einer allgemeinen Schutzwirkung gleichzusetzen.
Bei 3D-Aufklebern auch die Montagefläche nennen
Übermitteln Sie Kontur, Größe und ein Foto der vorgesehenen Klebefläche. Kanten, Wölbungen und vorhandene Beschichtungen können für die Eignung relevant sein. Teilen Sie mit, ob das Teil häufig berührt, gereinigt oder draußen eingesetzt wird. Für wiederkehrende Motive sollten Varianten und Mengen frühzeitig feststehen, damit der Aufwand je Ausführung nachvollziehbar abgegrenzt werden kann.